Studientouren 2021

"Bekanntes neu entdecken"
Reisen mit dem Bus-Unternehmen "Sudenburger Reisespatz", nicht schneller als andere, aber angenehmer.

Angebote von Busunternehmen der Region, für Geschichts- und Gegenwartsinteressierte,
für Reiselustige und Neugierige, die Städte und Landschaften in Sachsen-Anhalt sowie
benachbarten Bundesländern besser kennen lernen möchten.
Informationen hierüber erhalten Sie in der Magdeburger URANIA e. V. (Tel. 0391 25 50 60)

mit der Magdeburger URANIA e. V.  zu  Exkursionen und Studien-Touren


Donnerstag, 23. September 2021

Flämingrundfahrt

Der Fläming – Land der Ritterburgen, Rummeln und Riesensteine erstreckt sich im Westen bis an die Elbe und endet im Osten kurz vor dem Spreewald. „Historische Stadtkerne, mittelalterliche Gebäude, Orte mit langer Tradition und Schauplätze wichtiger zeitgeschichtlicher Momente - das alles findet sich im Fläming auf Schritt und Tritt.“  „Der besondere Reiz liegt im Wechselspiel von Wiesen, Wäldern, Feldern, Hecken und Obstbaumalleen, trutzigen Burgen und schmucken Dörfern mit alten Feldsteinkirchen. Das alte Preußen von seiner schönsten Seite…Bad Belzig liegt mitten im Naturpark Hoher Fläming. Hoch über der Stadt thront  das markante historische Wahrzeichen – die Burg Eisenhardt. Eine geschlossene Ringmauer mit begehbaren Wehrtürmen umfasst die Burganlage.“ Es ist die größte Höhenfestung Norddeutschlands. „Die Wiesenburg gehörte neben Belzig und Raben zum Burgendreieck, die im 13. Jahrhundert zur Sicherung der Landesinteressen gegen feudale Rivalen dienten.“ Wiesenburg findet erstmals 1161 als "BurgwardiumWisenburg" Erwähnung. „Die im 13. Jahrhundert erbaute Wiesenburg verlor mit der Entwicklung des Schießpulvers seine Bedeutung als Verteidigungsanlage. Stattdessen wurde sie nach ihrer Zerstörung 1547 Stück für Stück auf den alten Grundmauern zum repräsentativen Schloss ausgebaut. Die Hauptumbauphase fand unter Curt Friedrich Ernst von Watzdorf ab 1863 statt, der das Schloss im Stil der Neorenaissance verändern ließ.

In der ländlichen Abgeschiedenheit des Hohen Flämings entstand vor etwa 150 Jahren ein Landschaftspark, der heute mit Anmut und Ausstrahlung überrascht. Alte, z. T. seltene Gehölze prägen noch heute seine Erscheinung.“ In Raben befindet sich auch das Naturparkzentrum Hoher Fläming mit seiner interaktiven Erlebnisausstellung. „Die 153 m hoch gelegene Burg Rabenstein wurde 1251 in einer Urkunde des Grafen von Belzig erstmals erwähnt. Sie ist von herrlichen Laubwäldern umgeben.“ (vgl. Reise-Region Fläming; Echte Ausflugsziele im Fläming)

Leistung: Fahrschein, Rundfahrt, Eintritt

Abfahrt:  Magdeburg, ZOB           08:00 Uhr

Ankunft: Magdeburg, ZOB    ca. 19:30 Uhr

Fahrscheinverkauf: 03. und 04.08.2021 (09:00 – 12:00 Uhr)


Dienstag, 28.September 2021

Magdeburg, Kulturhistorisches Museum

"Mit Bibel und Spaten. 900 Jahre Prämonstratenser-Orden"  

„In der ersten Alleinausstellung über die Prämonstratenser illustrieren herausragende Kunstwerke vom Mittelalter bis in die Neuzeit das kulturelle, geistige und wirtschaftliche Wirken des Ordens von den Ursprüngen bis heute. Schwerpunkte dabei sind die Zeit der frühen Gründer im 12. Jahrhundert, die Darstellung des Ordenslebens in der Gemeinschaft und in der Außenwirkung, Schatzkunst in Liturgie und Verehrung, Heilige und Selige des Ordens und dessen Beharrungsvermögen entgegen den neuzeitlichen Umbrüchen.
Die Ausstellung bildet die Klammer zwischen weiteren Attraktionen im Jubiläumsjahr. So wurde im früheren Prämonstratenser-Kloster Unser Lieben Frauen die Erstgrablege des Hl. Norbert würdig gestaltet. In der nördlichen Altstadt entsteht ein neues kirchliches Zentrum mit dem Neubau eines Prämonstratenser-Konvents in den so genannten Ökumenischen Höfen.“
(vgl. Kulturhistorisches Museum Magdeburg)

Leistung: Eintritt, Führung    - max. 20Teilnehmer/Teilnehmerinnen

Treffpunkt: Kulturhistorisches Museum Magdeburg  - Haupteingang; 10:15 Uhr


Donnerstag, 14. Oktober 2021


"Vom Recht soll sich keiner abbringen lassen, weder durch Liebe noch Leid, weder durch Drohung noch Geschenk".

Auf den Spuren Eike von Repgows

„Der Sachsenspiegel ist eine Aufzeichnung des mittelalterlichen sächsischen Gewohnheitsrechtes und zugleich das erste bedeutende prosaische Werk der deutschen Sprache. Er gilt als bedeutendstes mittelalterliches Rechtsbuch. Als Verfasser wird der rechtskundige Eike von Repgow genannt, dessen Familie sich Mitte des 12. Jahrhunderts in der Nähe des Dorfes Reppichau bei Köthen niederließ und zu den Vasallen des Magdeburger Erzbischof's zählte. Über sein Leben ist nur wenig bekannt. Seine Existenz ist jedoch gesichert, da er in mehreren Urkunden als Zeuge bei Rechtsgeschäften im sächsischen Raum auftritt.

Die Qualität seines Werkes lässt den Schluss zu, dass er eine für die damalige Zeit überdurchschnittliche Bildung sowie Kenntnisse über politischen Verhältnisse besessen haben muss… Damals wurden Rechtsordnungen in der Regel in Form von mündlich tradiertem Gewohnheitsrecht überliefert. Im Zuge der sogenannten Ostsiedlung stieg die Zuwanderung von Bevölkerungsgruppen aus anderen Teilen des Reiches in die ohnehin schon heterogen besiedelten sächsischen Regionen stark an. Aufgrund des im Mittelalter geltenden Personalitätsprinzips behielten die Zuwanderer ihr eigenes Recht bei, was dazu führte, dass verschiedenste Rechtsordnungen nebeneinander existierten.
Um der Gefahr der Vermischung oder gar des Verlusts des eigenen Stammesrechtes zu begegnen, wurde die schriftliche Fixierung schlichtweg notwendig. Inhaltlich setzte sich Eike von Repgow vor allem mit feudalen und bäuerlichen Rechtsverhältnissen auseinander, woraus auch die Einteilung in Landrecht und Lehnrecht resultierte. Er behandelte aber auch juristische Fragen, die die Sonderinteressen bestimmter Gruppierungen wie Juden, Kaufleute, Kleriker und Angehörige verschiedener Stämme betrafen sowie Probleme des Familien-, Erb- und Eherechts, Vorschriften zum mittelalterlichen Gerichtsverfahren oder zu Verbrechen und Strafen. Sogar einfache Regelungen des Straßenverkehrs enthält der Sachsenspiegel. Einmal mehr wird hierin die Vielfältigkeit und Komplexität mittelalterlicher Rechtsordnungen deutlich.“

„ Das Kunstprojekt Sachsenspiegel in Reppichau ist ein Freilichtmuseum, das die Figuren der Bilderhandschrift des Sachsenspiegels zum Leben erweckt. Überall im Dorf lassen sich Plastiken, Wandmalereien oder Heerschilde finden. Das Informationszentrum am Dorfteich informiert über das Projekt. “(vgl. anhalt-dessau-wittenberg.de; reppichau.de; magdeburg-law.com)

Leistung: Fahrschein, Eintritt, Führungen,       mindestens 30 Teilnehmer / Teilnehmerinnen!

Abfahrt:  Magdeburg ZOB               08:30 Uhr

Ankunft: Magdeburg ZOB        ca. 19:30 Uhr

Fahrscheinverkauf: 31.08. und 01.09.2021 (09:00 – 12:00 Uhr)


Donnerstag, 28. Oktober 2021

Reise in das Land der Vögte...

„Malerisch am Ufer der Oberen Saale gelegen, beherbergt die einstige Reußische Residenz Schloss-Burgk nicht nur historische Wohn- und Schauräume nebst kostbarem Interieur, sondern ist mit seinen Sammlungen, Ausstellungen, Konzerten und Festen ein kulturelles Zentrum Ostthüringens und gilt als eines der schönsten Schlösser Mitteldeutschlands. Beeindruckende spätmittelalterliche Wehranlagen umschließen ein Gebäude, das hinter einer schlichten Fassade zahlreiche Kostbarkeiten birgt.“

„Die Vögte von Weida, Gera und Plauen waren eine bedeutende mittelalterliche Adelsfamilie im Gebiet von Ostthüringen, Nordböhmen, dem südwestlichen Sachsen und Teilen Oberfrankens. Nach ihnen ist das Vogtland zwischen oberer Saale, Pleiße und Regnitz benannt. Ein Vogt – vom lateinischen advocatus, der Herbeigerufene – regierte und richtete als Vertreter eines Feudalherrschers im Namen des Landesherrn. Die Ministerialenfamilie übersiedelte Anfang des 12. Jahrhundert wohl aus dem Westharz stammend, in das Gebiet der oberen und mittleren Weißen Elster. Mehrfach waren sie als Reichslandrichter im Eger- und Pleißenland tätig. Weil dieses Gebiet von den Kaiserpfalzen aus gesehen weit im Osten lag, wird es auch Ost(er)land genannt. Daher nennt man die Stammburg der Vögte in Weida auch Osterburg. Kaiser Friedrich I. (Barbarossa) stattete die Vogtsfamilie mit umfassenden Vollmachten aus. So gelang ihnen die Ostkolonialisierung und Unterwerfung der Slawen. Etwa dreihundert Jahre lang waren die Vögte die eigentlichen Herren des Landes. Ihr Machtverfall setzte unter Kaiser Karl IV. vor allem als Folge des Vogtländischen Krieges von 1354 bis 1357 ein, bei dem die sächsischen Wettiner die Hauptgewinner waren. Die Linie der Vögte von Weida endete 1531, die der von Gera 1550. Die ältere Linie der Vögte von Plauen erlosch 1572. Die jüngere Linie regierte in den späteren Ostthüringer Herrschaftsgebieten als Grafen, später als Fürsten von Reuß bis 1918.Den Beinamen „Reuß“ bekam der zweite Sohn des Vogtes Heinrich I. von Plauen wegen seines langen Aufenthaltes in Russland und wegen seiner Ehe mit Maria Svihowska, die aus einem russischen Fürstenhaus stammte.“ (vgl. schloss-burgk.de; 0sterburg-vogtland.eu; stadtweida.de)

Leistung: Fahrschein, Eintritt, Führungen      mindestens 30 Teilnehmer / Teilnehmerinnen!

Abfahrt:  Magdeburg ZOB           06:00 Uhr

Ankunft: Magdeburg ZOB    ca. 20:00 Uhr

Fahrscheinverkauf: 31.08. und 01.09.2021 (09:00 – 12:00 Uhr)

Vorschau

04.11.2021    Berlin, Humboldtforum

11.11.2021    Schöninger Speere: Die Welt des Homo "heidelbergensis"  (Schöppenstedt, Kneitlingen, Königslutter)

18.11.2021   (E) Halle, Moritzburg „Sittes Welt – Willi Sitte. Die Retrospektive“

 Fahrscheinverkauf: 05. und 06.10.2021 (09:00 – 12:00 Uhr)

Die gültigen Abstands- und Hygieneregeln sind zu beachten. Nachweis für vollständig Geimpfte oder Genesene oder PCR-Test/PoC-Antigen-Test nicht älter als 24 h.
! FFP2-Maske !


Voranmeldungen und nähere Informationen zu allen Angeboten einschl. der Reisepreise in unserer Geschäftsstelle in Magdeburg, Nicolaiplatz 7, Tel.: 0391 25 50 60 oder per eM@il

(Änderungen bei allen Touren vorbehalten!)

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